Wolfgang-Andreas Schultz

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Pressestimmen

Das Werk besitzt den strukturellen Reichtum Neuer Musik und dabei doch einen schieren, sich leicht mitteilenden romantischen Geist.
(Günter Buhles 1986 über Mythische Landschaft)

Eine Oper mit echten Repertoire-Chancen - dies war mein erster Eindruck nach der Uraufführung von Schultz' neuer Oper Sturmnacht. Karl Böhm selig ("es muß ein moderner Puccini kommen...") hätte seine helle Freude gehabt. Dennoch ist Schultz kein Epigone. In der Überlagerung komplexer Schichtklänge führt er Ideen weiter, die ihm sein Lehrmeister Ligeti mit auf den Weg gegeben hat.
(Jörg Riedlbauer 1987 über Sturmnacht)

Ganz im Halbdunkel der Melancholie, als wunderschönes Gemälde in graublauen Farben erklang die postmoderne Komposition Abendländisches Lied von Wolfgang-Andreas Schultz. Er ließ eine geradezu impressionistisch irreale Aura von entrückender Intensität erstehen.
(Rolf Busse 1990)

Schultz tänzelt dabei ja nicht nur durch die Welten, sondern auch durch die Musiksphären: vom Kult zum Kosmos, vom Paradies durch die Geistesgeschichte bis zur meditativen Versenkung. Und immer anschaulich, immer nachvollziehbar.
(Rainer Wagner 1992 über die Tanzdichtung Shiva)

Die Vertonung spielt mit Reminiszenzen an Weltmusik (mal indisch, mal japanisch), an Operette und Musical, an Rock und Pop. Die Stilbereiche werden den Personen sauber zugeordnet, mit den Mitteln eines herkömmlichen Orchesters ebenso sauber miteinander verbunden.
(Opernwelt 1997 über Achill unter den Mädchen)

Schultz schafft es, in seiner Musik jeden Anschein stilistischer Buntheit oder plakativen Historisierens zu vermeiden. Sie gibt sich nicht avantgardistisch, ist aber durchaus neu im Sinne subjektiv-originellen Gebrauchs zeitgenössischer Stilmittel und Techniken. Sie ist bemerkenswert ausdrucksstark und - da voller Absichten - richtig mitteilsam. Das provoziert vielerlei Spannungen und Spannendes; es fordert und fördert Aufmerksamkeit, veranlaßt zu wachem Verfolgen der sehr differenzierten, kompositorisch wie gedanklich sehr dichten, assoziativ bedeutungsvollen musikalischen Abläufe. Will sagen: das Stück ist einfach gut gemacht; es klingt, und es beeindruckt!
(Ekkehard Ochs, Ostsee-Zeitung, 1.10.2004, über die Symphonie "Die Stimmen von Chartres")

Interview zum Flötenquartett.
(Imme-Jeanne Klett im Programmheft zur Hamburger Erstaufführung 2012)