Wolfgang-Andreas Schultz |
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zurück zum gesamten Werkverzeichnis Totentanz – Sieben Holzschnitte für Cembalo
Die Komposition wurde durch mittelalterliche Totentanz-Darstellungen angeregt: Bilderfolgen, oft durch Verse kommentiert, die den Tod mit den Vertretern aller Stände im Tanz zeigen. So wurde im ausgehenden Mittelalter, als die Pest unzählige Opfer forderte, die Gleichheit aller Menschen angesichts des Todes dargestellt. Totentänze gab es als gemalte Friese, aber auch als Holzschnitt-Folgen. Letztere legten eine musikalische Umsetzung für ein Instrument mit klarer Zeichnung, aber ohne große farbliche Möglichkeiten nahe: für das Cembalo. Zunächst stellt sich der Tod als Tänzer vor, in einer Art Frontispiz, endend mit einer absteigenden Tritonus-Folge, die dann auch jeden Abschnitt beschließt. Dann treten sieben Gestalten auf, die jeweils auf ihre Art auf den Tod reagieren:
Jeder Abschnitt schließt mit der absteigenden Tritonus-Folge, zu der jeweils das Hauptmotiv der gerade vorgestellten Figur hinzutritt. |